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Kennwort: Bürgernähe

Ihr Kandidat: Siegfried Fahl
parteilos, unabhängig

Wahl des Bürgermeisters

am 13. September 2020

Am 13. September 2020 wird in ganz Nordrhein-Westfalen gewählt.

In Düren sind der Rat der Stadt und der Bürgermeister zu wählen.
Für den Kreis Düren werden der Kreistag und der Landrat gewählt.

Wählen darf, wer
– deutscher Staatsbürger oder EU-Bürger und
– am Wahltag mindestens 16 Jahre alt ist.

Die Wahlbeteiligung ist in der Vergangenheit regelmäßig gesunken. Offenbar vermögen die Parteien die Bürger nicht mehr zu überzeugen. Beim letzten Mal haben deutlich weniger als die Hälfte der Berechtigten gewählt, mehr als die Hälfte (56 Prozent) wählten überhaupt nicht.

Für diese Wahlenthaltung sind in meinen Augen die Parteien mitverantwortlich: Sie haben sich über Jahrzehnte von der Lebenswirklichkeit der Menschen entfernt. Die Parteien verengen
den Blick mehr und mehr auf die geringe Zahl der eigenen Wähler;
sie sehen die Mehrzahl der Menschen und das große Ganze nicht mehr. Bei der Auswahl ihrer Kandidaten achten die Parteien weniger
auf deren persönliche Eignung als darauf, dass ihre Kandidaten
sich der Partei, von der sie aufgestellt werden, verpflichtet fühlen.

Die Arbeits-, Lebens- und Wohnverhältnisse, das Zusammenleben
in der Stadt sind unser Alltag: Die Versorgung mit Wohnraum,
der Zustand der Kindergärten, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen, die Versorgung mit Gas, Wasser, Strom, die Beseitigung von Abfall und Abwasser, die Ausstattung der Stadtbücherei und
der Feuerwehr, der Zustand der Sportanlagen – das alles betrifft
jeden von uns.

Allen, denen diese Dinge nicht egal sind,
allen, die an den Verhältnissen in unserer Stadt interessiert sind,
die sich durch die Parteien aber nicht vertreten fühlen, der großen Mehrheit der Menschen, die bisher schweigt und sonst nicht wählen geht, mache ich mein Angebot:

Als Parteiloser und Unabhängiger kandidiere
ich für das Amt des Bürgermeisters.

Der Bürgermeister leitet die Sitzungen des Rates der Stadt,
hat die Rechtsaufsicht über dessen Beschlüsse, und er leitet
die Stadtverwaltung. Außerdem sitzt er in den Aufsichtsgremien mehrerer städtischer Betriebe.

Ich bin 63 Jahre alt, Lehrer für Deutsch als Fremdsprache und entstamme als ältestes Kind einer einfachen Familie:
Mein Vater war Maschinenschlosser; meine Mutter Textilarbeiterin, nach dem frühen Tod meines Vaters alleinerziehend mit 4 Kindern.

1976 bis 1978 war ich in Köln in Verwaltung und Rechtsabteilung eines überregionalen kirchlichen Wohlfahrtsverbandes tätig.
Seitdem leiste ich in vielen Dingen, nicht nur in juristischen Fragen,
mit Rat und Tat Lebenshilfe in Notlagen des Alltags. Sorgen und Nöte
der Mitmenschen im Umgang mit Behörden und öffentlichen Einrichtungen kenne ich aus eigenem Erleben und aus beratender Tätigkeit.

Seit 1992 bin ich in Düren beheimatet.
1993 bis 1996 habe ich hier in Düren, anfangs ehrenamtlich, dann hauptamtlich, für Flüchtlinge, Asylbewerber und andere Migranten
in der Einzelfallhilfe gearbeitet. Seit 2014 bin ich sachkundiger Bürger im Bezirksausschuss Gürzenich.
Kurze Zeit, bis zu meinem Austritt aus der Partei „Die Grünen“,
war ich stellvertretendes Mitglied im Bezirksausschuss Derichsweiler.

Ich arbeite ehrenamtlich für das Stadtmuseum, mache dort Führungen und informiere in Vorträgen über historische Themen.

Die Mehrheiten im Dürener Stadtrat sind gegenwärtig unklar.
Auch bei dieser Wahl rechnet keine der Parteien mit einer klaren Mehrheit. Wichtig ist daher, dass der Bürgermeister nicht einer Einzelpartei angehört, den Vorsitz im Stadtrat unparteiisch führt
und die Verwaltung im Sinne der Bürger leitet.

Bei meiner Kandidatur leiten mich folgende Vorstellungen:

Altenpflege
Alte Menschen in Düren sollen so lange wie irgend möglich eigenständig und unabhängig leben können.
Die Stadt kann dabei beraten und unterstützen.
Wer in der Mobilen Altenpflege arbeitet, soll im Dienst
in ausgewiesenen Sonderzonen parken können.
Das spart Zeit, und alten Menschen kann so leichter geholfen werden.

Anlaufstelle für Alleinerziehende
Alleinerziehende und Familien mit Kindern sollen entlastet werden.
Für Alleinerziehende soll es eine städtische Anlaufstelle geben,
die Formalitäten erleichtert, verkürzt oder erspart.

Arbeitslosigkeit
Rasche Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt sind Alltag. Sie führen oft zu Arbeitslosigkeit. Umorientierung und Arbeitssuche zu fördern und zu unterstützen, erreicht häufig mehr als unrealistische Forderungen der Behörden.

Gebt Düren ein neues Gesicht!
Wohn- und Lebensqualität der Stadt sollen durch Erneuerung
der Bebauung verbessert werden. Darin sind die meisten einig. Hoffnungsvolle Pläne sollen menschenfreundliche Wirklichkeit werden. Manche städtische Baustelle kommt einem vor wie ein Abstellplatz für Baustellenfahrzeuge. Monate lang werden Verkehr und Leben in der Stadt behindert oder blockiert.
Arbeiten müssen schneller durchgeführt werden.

Der Bahnhof muss für alle sicherer werden.

Barrierefreiheit: Sich ungehindert durch Düren bewegen – das soll jedem ermöglicht werden.

Begrünung der Stadt
Die Stadt soll stärker begrünt werden, um das Kleinklima zu verbessern. Ein Gesamtplan dazu soll von Stadtrat und Verwaltung erarbeitet und beschlossen werden.
Die Stadt selbst soll bei der Einhaltung der Grundsätze zu Pflege und Erhaltung der Bäume mit gutem Beispiel vorangehen.

Corona
Die Pandemie zeigt die Krankheit unserer Gesellschaft: Personalknappheit, fehlendes Geld und unsoziale Verhältnisse gefährden Gesundheit und Leben von Menschen.
Wir können der Gefahr trotzen: Dazu müssen wir alle, jeder einzelne von uns, unseren Verstand benutzen, Rücksicht aufeinander nehmen und mitmenschlich zusammenhalten. Wenn die Zahl der Infektionen steigt, müssen wir gemeinsam Gesundheit und Leben aller schützen.

Deutschkurse
In Einzelfällen wird Lernenden in Kursen für Deutsch als Fremdsprache der Besuch durch Behördenentscheidung unmöglich gemacht. Deutschkenntnisse sind für die Teilnahme am Leben in unserer Gesellschaft unverzichtbar. Wer Deutsch lernen will, dem muss
das möglich sein.

Digitalisierung
Digitalisierung fordern heißt, etwas verlangen, was schon längst da ist. Wir brauchen einen Gesamtplan für flächendeckendes WLAN und
eine Unterstützung der Schulen, damit Geldmittel von Land und Bund abgerufen werden können.

Drogenproblem
Sucht ist eine Krankheit. Ordnungspolitik allein kann dieses Problem nicht lösen. Die Arbeit sozialer Einrichtungen, die beraten und betreuen, muss unterstützt werden. Der Handel mit harten Drogen
muss bekämpft werden.

Eigenbetriebe der Stadt
Die Stadt besitzt zahlreiche Eigenbetriebe, die formal eigenständig sind. Diese Selbständigkeit ist erfolgreich, hat aber Nachteile. Stadtrat und Bürgermeister müssen darauf achten, wie diese Betriebe mit der Bevölkerung umgehen.

Familienfreundlichkeit
Wem der Bus wegfährt, weil der Kinderwagen nicht mehr hineinpasst,
wessen Kind keinen Betreuungsplatz findet,
wer für sein Kind nicht die Schule wählen kann, die geeignet erscheint,
wer nur schwer eine Wohnung findet, weil Kinder unerwünscht sind,
der weiß: Familie wird in unserer Gesellschaft geringer geschätzt
als oft behauptet.
Sozialer Wohnungsbau kann die Lage auf dem Wohnungsmarkt erleichtern.
Vollmundige Versprechungen helfen hier niemandem: Den Alltag
in Düren für Familien mit Kindern erkennbar angenehmer zu gestalten, wird einige Anstrengung brauchen.
Wer bindungswilligen jungen Menschen und jungen Familien in Düren eine Zukunft gibt, gibt auch unserer Stadt eine Zukunft.

Feinstaub
Die Luft in Düren ist stark mit Feinstaub belastet.
Der Braunkohletagebau, die Kohleverstromung in nahe gelegenen Kraftwerken, die heimische Industrie, der lokale Autoverkehr, Heizungen in Gebäuden, die Landwirtschaft der Umgebung tragen
zu dieser Belastung bei.
Wer daran wie viel Anteil hat, ist schwer zu klären. Dennoch muss
auch Düren einen Beitrag leisten, die Belastung zu vermindern.

Finanzlage der Stadt
Die Corona-Pandemie hat die wirtschaftliche Tätigkeit im ganzen Land beeinträchtigt.
Die Stadt muss vermeiden, wieder unter Zwangsverwaltung
ihres Haushalts zu fallen. Zugleich jedoch dürfen gerade jetzt
die sozialen Belange der Menschen nicht vernachlässigt werden.

Flüchtlinge / Asylbewerber
Die Erfahrung zeigt: Menschen, die als Flüchtling oder Asylbewerber zu uns kommen, bleiben zumeist auf Dauer.
Eine über die Stadt verteilte Unterbringung hilft bei der Integration.
Deutsch zu lernen muss allen ermöglicht werden.

Gewerbemieten
Wer seine Betriebs- oder Ladenflächen mieten muss und nicht deren Eigentümer ist, zahlt oft eine Miete, die schwer erarbeitet werden muss. Diese Mieten werden zwangsläufig auf die Preise umgelegt, so dass dem Kunden die Konkurrenz über das Internet oft günstiger erscheint. Die Geschäfte gehen ein, die Innenstadt verödet.
Bürgermeister und Stadt können hier nur indirekt Einfluss nehmen, es gelten die harten Gesetze der Konkurrenzgesellschaft und des Marktes. Diese Entwicklung müssen Bürgermeister und Stadt im Auge behalten und auf sie einwirken.

Kindergartenplätze
Es fehlen Kindergartenplätze oder sie sind ungünstig über die Stadt verteilt. Der Bedarf muss häufiger als nur einmal im Jahr ermittelt und das Angebot an die tatsächlichen Bedürfnisse angepasst werden.

Kinderparlament
Von Wahl zu Wahl sinkt das Interesse und die Beteiligung an Wahlen. Dabei begegnet der Staat uns allen in Form der Stadtgemeinde täglich.
Von der Anmeldung der Geburt über Kinderhort und Einschulung
das ganze Leben lang bis zu Tod und Begräbnis. Zu wissen, wo und
wie wir mitbestimmen, Einfluss nehmen und umgestalten können,
ist wichtig. Wollen wir mehr Beteiligung der Bürger, müssen wir
die Kinder den Anfang machen lassen. Daher soll das Parlament,
in dem Kinder sagen können, was sie in der Stadt gern verändern möchten, wiedereingeführt werden.

Jugendsprechstunde
Im Beruf begegne ich Kindern und Jugendlichen täglich.
Ein Lehrer erfährt nicht immer, was junge Menschen bedrückt. Gespräche über Privates werden in Unterricht und Schule oft vermieden. Jugendliche sollen mit ihren Sorgen und Nöten nicht allein gelassen werden. Wer Hilfe sucht und nicht weiß, wie er sie bekommt, findet in der offenen Sprechstunde des Bürgermeisters jemanden,
der zuhört und sich um Hilfe bemüht.

Klimaerwärmung
Weltweit erwärmt sich das Klima. Düren kann einen Beitrag leisten, dass sich das Problem nicht weiter verschärft. Wir brauchen dazu
ein Gesamtkonzept. Die Verschmutzung der Luft ist Teil des Problems: Damit die Luft reiner wird, müssen wir den öffentlichen Nahverkehr stärken, beim Verbrauch von Energie sparsam sein und fossile Brennstoffe meiden.
Die Natur kann bei der Lösung des Problems helfen. Dazu müssen wir die gesamte Stadt stärker begrünen und einen systematischen Plan dafür entwickeln. Die Stadt selbst muss mit gutem Beispiel vorangehen: Bäume helfen uns, die Temperaturen in der Stadt unten zu halten.
Der Baumbestand muss gepflegt, bewahrt und vergrößert werden.
Die Grünflächen sollen, als grüne Lunge der Stadt, den Bürgern
zur Erholung erhalten bleiben.

Kreis Düren
Düren finanziert mittels der Kreisumlage große Anteile der Arbeit
des Kreises. Stadt und Bürgermeister können das Handeln des Kreises
nur indirekt beeinflussen. Wichtig ist, den Einfluss zu nutzen und
auf Entscheidungen des Kreises, wann immer sie für Dürens Bewohner bedeutsam sind, öffentlich aufmerksam zu machen.

Öffentlicher Nahverkehr
Erfreulicherweise sind die Angebote des Nahverkehrs in Stadt und Kreis Düren erweitert und verbessert worden. Die Fahrpläne sind eng gestrickt: Noch werden Anschlüsse verpasst, wenn Fahrer losfahren, ohne auf verspätete Kollegen zu warten. Abends und am Wochenende ist das für Fahrgäste mehr als ärgerlich.
Die Fahrzeuge bieten zu wenig Platz für Kinderwagen, Rollstühle und Rollatoren.

Kulturförderung
Die Dürener Kultureinrichtungen müssen erhalten und gefördert werden. Sie sind Teil der Lebensqualität in unserer Stadt. Um- und Ausbau des KOMM sind seit Jahren geplant – und stecken in der Planung fest. Das ist jetzt auch offiziell. Ich trete für den Umbau ein.

Das Stadtmuseum ist auf Vorschlag und Initiative von Mitbürgern eingerichtet worden. Das Museum soll unmittelbar ins Stadtzentrum umziehen. Ich unterstütze dieses Vorhaben.

Schwerbehindertengesetz
Die Vorschriften dieses Gesetzes müssen im Sinne der Integration und Beschäftigung dieser Mitbürger in vollem Umfang eingehalten werden.

Strukturwandel
Von Bund und Land bereit gestellte Mittel für die Umstrukturierung müssen zur Einführung zukunftsfähiger Technologien, z. B. für die Wasserstofftechnik eingesetzt werden.

Sozialer Wohnungsbau
ist nötig, damit jedem bezahlbare Wohnungen zur Verfügung stehen.
So wird Kapital geschaffen, das der Stadt und ihrer Bevölkerung zur Verfügung steht. Angemessene Versorgung mit Wohnungen hält die Mieten im Rahmen. Was die Stadt investiert, spart sie auf Dauer bei Mietzuschüssen, die sie sonst zahlen müsste.

Tierschutz
Der Tierschutzverein soll beratend Gehör finden –
eben weil er eine unabhängige Sicht vertritt.

Verwaltung
Wer als Antragssteller der Verwaltung gegenübertritt erlebt das Handeln der Verwaltung anders als die Menschen in der Verwaltung selbst. Mancher Behördenbrief lässt erkennen, wie das eigentliche Anliegen des Antragstellers aus dem Blick gerät.
Eine Verbesserung des beiderseitigen Verständnisses ist offenbar nötig.

Durch Personalentscheidungen aus der Zeit der zwei bisherigen Bürgermeister ist die Verwaltung geprägt und parteipolitisch gefärbt. Als parteiloser Bürgermeister werde ich dazu beitragen, dass Rat und Verwaltung der Stadt stärker Hand in Hand arbeiten.

Geeigneten und bewährten Mitarbeitern müssen leitende Positionen in der Verwaltung der Stadt auch dann offenstehen, wenn sie keiner Partei angehören. Beschäftigungs- und Aufstiegsmöglichkeiten von Frauen und Teilzeitkräften soll dabei besonderes Augenmerk gelten.

Wer hier lebt oder arbeitet und seinen Geschäften nachgeht, soll eine leistungsfähige Verwaltung erleben, die ihm mit Respekt begegnet und ihn unterstützt, indem sie menschlich entgegen-kommend arbeitet.

Zusammengehörigkeit und Zusammenhalt
Ich möchte die Zusammengehörigkeit und den Zusammenhalt zwischen allen Menschen in unserer Stadt stärken. Ein Schwerpunkt meines Plans liegt deshalb auf dem Sozialen.

Wer als Bürgermeister Verantwortung trägt, kann eigene Akzente setzen, doch muss er mit allen Beteiligten zu gemeinsamer Arbeit zusammenfinden. Die gewählte Person ist die Schaltstelle zwischen
dem Rat der Stadt, den Vertretungen der Bezirke und der Verwaltung.

Alle stehen im Dienst der Menschen in Düren – die Stadt, das sind
ihre Bewohner.

Die Einzelheiten des vorstehenden Textes sollen verdeutlichen:
Ich bin mir der Aufgabe bewusst.

Einer für Alle …
Die erläuterten Ziele brauchen zur Verwirklichung einen Menschen
mit Lebenserfahrung und Herz, mit Sachkenntnis und geistiger Beweglichkeit.

Wollen Sie den Kandidaten einer Partei, der von dieser am Gängelband geführt wird?

Oder wollen Sie einen unabhängig denkenden Bürgermeister,
der sich den Bewohnern, den Bürgerinnen und Bürgern Dürens,
in Ihrem Auftrag verpflichtet fühlt?

Sie haben die Wahl!

Siegfried Fahl